Folgen einer gespannten Extensorenschlinge

Die folgende Grafik zeigt die sogenannte Extensorenschlinge des Armes und ihre Fortsetzung im Schulterdach, Nacken und Kiefer.

Die gesundheitlichen Folgen einer verspannten Extensorenschlinge sieht man in dieser Aufstellung:

Krankheitsbilder und zugehörige Körperregion:

1) Hackerhand, Mausarm >>> kurze und lange Fingerstrecker

2) Tennisellbogen >>> Unterarmstrecker

3) Impingement >>> „Enge“ zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (Folge: Schleimbeutelentzündung, Sehnenrisse – v.a. Supraspinatus)

4) Nackenverspannung und Spannungskopfschmerzen im Hinterkopf, Kiefermuskelspannungen >>> Überlastung des Trapeziusmuskels durch Vorneigung des Kopfes.

Die Lösung dieser Haltungsproblematik wird nur möglich, wenn:

  • Kopf auf dem Körper wie ein Boje balancieren kann.
  • Der Schultergürtel auf dem Oberkörper wie ein leichtes Lot liegt.
  • Die Arme in den Schultern hängen können.
  • Der Unterarm entspannt aus dem Ellbogen hängt.
  • Die Hand frei im Handgelenk hängt.
  • Die Finger locker nach unten hängen.

Dies alles sind Voraussetzungen und eindrücklich anwendbar beim Finden der optimalen Stehpulthaltung: siehe mein Blog dazu hier!

Im Sitzen am Computer erreicht man dies fast optimal beim hängenden Arm mit der Bedienung eines Funk-Trackballs, der seitlich an einem Stuhlbein klemmt (und nicht mit der normalen Computermouse).

Im Sport wäre es gut, nichts in der Hand zu halten, also keinen Faustschluss zu machen, der immer diese Streckerschlinge auch spannt. Demgemäss kann zum Beispiel das Halten des Stockes beim Nordic Walking, die Heavy Hands oder das Smartphone, das beim Joggen in der Hand gehalten wird, Verspannungen bis hinauf in die Kieferregion bewirken.

Ein weiteres schlechtes Gegenbeispiel mit komplett verspannten und verkürzten Armextensoren, inklusive Schulter-Nacken-Kiefer sehen Sie im Titelbild meines Blogbeitrags über das rückenschonende Lastenheben!