Ausdauer optimal trainieren – HIIT

Momentan geistert wieder mal ein neuer Hype im Ausdauertraining rum:
Das HIIT (high intensity interval training) erweckt das alte Intervalltraining zu neuem Leben. Es ist verlockend: In möglichst kurzer Trainingszeit wird möglichst viel Ausdauerleistung herausgeholt.

Martin Gibala geht in seinem Buch „The One Minute Workout“ gleich an die Grenze:
Sein Killertraining für sehr Fortgeschrittene und schon gut Trainierte besteht 3-mal in der Woche aus:
kurzem Aufwärmen, dann 3 x 20 Sekunden eine Anstrengung von 10+ auf der Borgskala (geht von 1 bis 10: 1 bedeutet: sehr leichte Anstrengung, 10+: Ich muss mich gleich übergeben und kann mich nur noch auf den Boden plumpsen lassen). Die Pause zwischen den Einheiten ist etwa 2 Minuten.
Für Anfänger wär dies 3 Minuten Aufwärmen etwa in Form von Gehen (Intensität 1) – dann 3 Minuten Gehen bei Intensität 3 (aerob: man kann noch normal sprechen dabei) – danach 3 Minuten bei Intensität 2 gehen. Das Ganze wiederholen bis 30 Minuten erreicht sind. Auch hier 3x pro Woche.
Für Fortgeschrittene mit geringer Fitness: 3 Minuten Aufwärmen (Intensität 1) – dann 4 Minuten bei Intensität 6, gefolgt von 3 lockeren Minuten (Intensität 3). Total 4 Intervalle von je 4 Minuten – dreimal wöchentlich.

Dies ist auch für ältere Menschen geeignet – aber nur nach einem ärztlichen Check!
…und auch bei (stark) Übergewichtigen (da die sich ja häufig nicht längere Zeit bewegen können).

Ich habe schon immer für Wechsel im Ausdauertraining plädiert: moderater, leichter, aber länger dauernder Sport im Wechsel mit intensiven Speedsandwiches oder kurzen, schnellen Bergaufstrecken.
Der Wechsel macht’s aus! Die Grenzerfahrung lässt uns wachsen: http://walserblog.ch/2017/04/06/grenzerfahrung/