Die folgende Grafik zeigt die sogenannte Extensorenschlinge (Streckerschlinge) des Armes und ihre Fortsetzung im Schulterdach, Nacken und Kiefer.

Die gesundheitlichen Folgen einer verspannten Extensorenschlinge sieht man in dieser Aufstellung:
Krankheitsbilder und zugehörige Körperregion:
- Hackerhand, Mausarm >>> kurze und lange Fingerstrecker
- Tennisellbogen >>> Unterarmstrecker
- Impingement >>> „Enge“ zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (Folge: Schleimbeutelentzündung, Sehnenrisse – v.a. Supraspinatus)
- Nackenverspannung und Spannungskopfschmerzen im Hinterkopf, Kiefermuskelspannungen >>> Überlastung des Trapezmuskels durch Vorneigung des Kopfes.
Die Lösung dieser Haltungsproblematik wird nur möglich, wenn:
- Kopf auf dem Körper wie ein Boje balancieren kann.
- Der Schultergürtel auf dem Oberkörper wie ein leichtes Lot liegt.
- Die Arme in den Schultern hängen können.
- Der Unterarm entspannt aus dem Ellbogen hängt.
- Die Hand frei im Handgelenk hängt.
- Die Finger locker nach unten hängen.
Dies alles sind Voraussetzungen und eindrücklich anwendbar beim Finden der optimalen Stehpulthaltung.
Im Sitzen am Computer erreicht man dies beinahe optimal beim hängenden Arm mit der Bedienung eines Funk-Trackballs, der seitlich an einem Stuhlbein klemmt (und nicht mit der normalen Computermouse).
Im Sport sollte man die Hände frei lassen und keine Faust ballen, da dies die Streckmuskeln unnötig anspannt. Das Halten eines Nordic-Walking-Stocks, von Gewichten wie Heavy Hands oder eines Smartphones beim Joggen kann Verspannungen auslösen, die bis in den Kiefer reichen.
Ein extremes Beispiel für verspannte und verkürzte Armstrecker sowie Schulter-, Nacken- und Kiefermuskeln zeigt das Titelbild meines Blogbeitrags über rückenschonendes Lastenheben.
Hier hab ich was über die verspannte und verkürzte Extensorenschlinge des Beines als Ursache des Aussenrotationsgangs und des „Untergangs der Fussstruktur“.
Letzte Aktualisierung von Dr.med. Thomas Walser:
07. Februar 2025
